Schachfreunde Lieme besiegen Oberhausen

Am vergangenen Sonntag empfingen die Schachfreunde Lieme den Oberliga-Absteiger aus Oberhausen im Liemer Gemeindehaus. Es sollte ein sehr positiver Mannschaftskampf aus Liemer Sicht werden. Die Bretter 6 und 7 leisteten sich verhältnismäßig leichte Scharmützel. Holger Stork hatte mit den schwarzen Steinen ausgangs der Eröffnung eine völlig ausgeglichene Stellung erreicht, und so vereinbarte man ein Remis. Auf der Grundreihe von Andre Schaffarczyk war ein feindlicher Turm eingedrungen, und so fand sich der Liemer wohl auf der etwas glücklicheren Seite einer Punkteteilung wieder. Den ersten Sieg konnte Oliver Schulte erringen, indem er in der Eröffnung durch ein schönes Opfer erst einen, danach einen zweiten Bauern gewann und diesen Vorteil im Endspiel gekonnt ummünzte. Am Spitzenbrett musste sich Tristan Niermann der Königsangriffe seines Kontrahenten erwehren; dies meisterte er mit Bravour und hätte im Endspiel womöglich sogar noch auf mehr spielen können, einigte sich aber alsbald auf Remis. Andy Himpenmacher brachte seine Figuren in aussichtsreiche Angriffspositionen, konnte jedoch nie durchschlagen. Mit einer amüsanten petite combinaison vereinfachte sich die Position ungemein und man machte ein Remis aus. Andre Wolf war in der Eröffnung auf der Suche nach einem verloren gegangenen Zentrumsbauern, als sein Widersacher dann jedoch eine Figur auf dem Königsflügel opferte, änderte sich die Dynamik der Stellung. Der Liemer konnte die wichtigen Felder in Besitz nehmen und sich so der Bauernübermacht erwehren, gewann Material und damit die Partie. Arnold Essing sah sich mit einer trickreichen weil aktiven Erwiderung seines Katalanen mit Springer auf c6 konfrontiert. Er konnte Stück für Stück die wichtigen Zentrumsfelder in Beschlag nehmen und mit einer Kombination eine Qualität gewinnen, was eine sofortige Aufgabe seitens seines Rivalen zur Folge hatte. Wie im ersten Mannschaftskampf lag es an René Wittke, den letzten Punkt auszuspielen. Nach einer Ungenauigkeit hatte er keinerlei Eröffnungsvorteil erlangt; dann jedoch patzte sein Gegenüber und René konnte eine Qualität gewinnen und führte diesen Vorteil auch in Zeitnot zum Gewinn. Der Endstand lautete damit also 6:2, ein in dieser Höhe unerwarteter und sehr erfreulicher Sieg, zumal ohne Niederlage. Als nächstes steht Mitte November die Auswärtsfahrt nach Letmathe an.

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