Schach-NRW-Klasse: LSV/Turm Lippstadt – SF Lieme 4,5 – 3,5

Schachfreunde Lieme verlieren zum Saisonauftakt


Am vergangenen Wochenende führte es die Lipper am ersten Spieltag der neuen NRW-Klasse Saison an die Lippe nach Lippstadt. Den kürzesten Arbeitstag verlebte Arnold Essing, der in der Slawischen Verteidigung schnell eine symmetrische Stellung vor sich fand, in der er sich mit seinem Gegner auf ein Remis einigte. Am Spitzenbrett sah sich Tristan Niermann mit einer ungewöhnlichen Eröffnungsbehandlung seines Gegenübers konfrontiert; er verstärkte seine Stellung gut, fand dann jedoch nicht entscheidenden Durchbruch, gab erst einen Bauern und später unglücklicherweise auch noch einen zweiten; das Endspiel war dann mit reduziertem Material nicht mehr zu halten. Fulminant in die Saison startete Andy Himpenmacher: mit neuer Eröffnung im Gepäck machte er sich auf, den schwarzen Monarchen zu erlegen. Sein Angriff am Königsflügel schlug auch bald durch und der Liemer konnte den vollen Punkt einsacken. Gleicht tat es ihm Andre Wolf, der in eine vorbereitete Variante gelaufen war. Als er jedoch abwich, unterlief seinem Gegner ein Rechenfehler und Andre konnte sich über einen bärenstarken Freibauern auf c6 freuen, der den Sieg sicherstellte. Auf der schwarzen Seite eines Katalanen spielte Andre Schaffarczyk, der in seiner passiveren Stellung versuchte, seine Figuren möglichst günstig zu postieren. Als es ihm gelang, den starken weißen Zentrumsspringer abzutauschen, einigte man sich friedlich auf Punkteteilung. Oliver Schultes Stellung zeichnete sich früh durch ein großes Loch auf d6 aus; bei dem Versuch, dieses zu stopfen und durch Abtausch Linderung in Form von Remischancen zu erlangen, gelangte er in ein Endspiel mit gleichfarbigen Läufern, dass aufgrund des passiveren Königs und der vielen festgelegten Bauern auf der falschen Farbe leider hoffnungslos war. Holger Stork entfernte nach symmetrischer Eröffnung den starken gegnerischen Springer von f4; dies hatte aber einen offenen König samt Bauernverlust zur Folge. Im Schwerfigurenendspiel mussten seine Figuren zwecks Monarchenschutz zu passiv bleiben, und der gegnerische Mehrbauer wurde letzten Endes zu viel. Am längsten spielte dieses Mal René Wittke, der für eine schlechte Verteidigung zu lange überlegte, in Zeitnot mit Qualitätsopfer den Laden zusammenhalte musste, um dann nach der Zeitkontrolle in einer komplizierten Stellung nicht die beste Fortsetzung zu finden. Immer noch mit Qualität weniger, aber dafür mit einem Freibauern, gelang es ihm, das Endspiel ausgeglichen zu gestalten. Für die Mannschaft reichte das jedoch leider nicht, und man musste sich mit 4,5:3,5 geschlagen geben. Als nächstes wartet ein Heimspiel gegen Oberhausen in vier Wochen.

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