Schach-NRW-Klasse: Lieme schlägt Brühl im 5-3

Am 8. Spieltag der NRW-Klasse mussten die Schachfreunde Lieme beim SK Brühl antreten. Erklärtes Ziel der Liemer war es, die letzten nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. Andy Himpenmacher und René Wittke gaben ihre ausgeglichenen und wenig ereignisreichen Partien schnell remis, denn an den Brettern 6-8 hatten sich Andre Schaffarczyk, Holger Stork und Marvin Karsunke, der sein NRW-Klasse Debüt feierte, bereits vorteilhafte Stellungen erspielt. Tristan Niermann wirkte nach bereits einer Woche Schach und erneuter gelungener Qualifikation zur Deutschen Jugendmeisterschaft etwas müde und konnte seinem erfahrenen Gegner, der eine strategisch eindrucksvolle Partie spielte, wenig entgegensetzen. Andre Wolf (Brett 4) konnte die risikofreudige Eröffnungsbehandlung des Brühlers nicht widerlegen, erreichte aber dennoch eine vorteilhafte Stellung. Er tauschte strategisch geschickt ab, um den Angriff auf seinen König abzufedern und setzte dann zum Konter an, der durchschlug und uns den Ausgleich bescherte. Somit verblieb, abgesehen von den zuvor genannten Brettern, noch Arnold Essing, der in einer aussichtsreichen Stellung lange presste. Holger Stork hatte es in der Eröffnung geschafft, seinen Springer auf f5 zu installieren und seine weiteren Kräfte im Angriffssinne günstig zu postieren. Leider schätzte er den entscheidenden taktischen Schlag falsch ein; die Partie verebbte kurz danach in einem Remis. Andre Schaffarczyk profitierte von einem groben Fehler seines Kontrahenten, der ihm einen Mehrbauern und den Abtausch des wichtigen gegnerischen Läufers bescherte. Von anschließenden Störfeuern ließ er sich nicht mehr beeindrucken und fuhr den Sieg sicher nach Hause. Alsbald einigte sich Arnold Essing mit seinem Gegner auf remis, was den Spielstand auf 4:3 erhöhte; somit lag es an Marvin Karsunke, den Sack zuzumachen. Er hatte durch bedachtes Spiel mit den schwarzen Steinen früh eine positionell bessere Stellung erreicht und gewann einen Bauern; nachdem er im Mittelspiel den richtigen Plan gefunden hatte, sammelte er weitere Bauern ein, während er die Angriffsversuche seines Gegners prophylaktisch unterband. Der Abtausch der letzten Figuren sicherte dann den ganzen Punkt. Mit diesem 5:3 Erfolg ist ein Abstieg der Schachfreunde mit jetzt neun Mannschaftspunkten auch rechnerisch nicht mehr möglich. In der Tabelle konnte man sich zudem auf den 3. Platz verbessern, der am letzten Spieltag Ende April verteidigt werden soll.