Schachfreunde Lieme unterliegen gegen Düsseldorf

In der zweiten Runde der NRW-Klasse empfingen die Schachfreunde Lieme die Reserve des Düsseldorfer SK im Liemer Gemeindehaus. Es entwickelte sich ein spannender Kampf. Den Anfang machte René Wittke, der seine weißen Steine planlos aufstellte. Als ihm dann nach einer Spielidee auch noch die Zeit ausging, fing er sich jedoch und schaffte es, seine schlechtere Stellung remis zu halten. Einen schlechten Tag erwischt hatte auch Holger Stork, der sich ausgangs der Eröffnung verstolperte und die entstehende Stellung in nichts Verwertbares ummünzen konnte; eine Niederlage war die Folge. An Brett drei hatte sich ein offener Fight entwickelt, in dem die Gunst zwischen beiden Seiten hin und her wechselte. Am Ende einigte sich Arnold Essing mit seinem Gegner auf Remis. Das Spitzenbrett sah eine Belagerung von Tristan Niermanns Stellung, der der gegnerische a-Freibauer zusehends zusetzte; er konnte jedoch aus dieser Misere entkommen, indem er einen Springer fraß und dann ein Dauerschach fand. Eine saubere Leistung lieferte Ersatzmann Jörg Bundesmann ab, der seine Schwerfiguren so stark und zentral postierte, dass auch ein Springer weniger kein Kopfzerbrechen bereitete; er sammelte nacheinander die gegnerischen Bauern ein, gewann den Springer zurück und sackte den vollen Punkt ein. Die Mittelachse an Brett 4 und 5 bereitete ausgangs der Eröffnung gemischte Gefühle: während Andre Schaffarczyk zunächst seine Stellung konsolidieren musste, hatte Andre Wolf eine angenehme Partie vor sich. Diese entwickelte sich jedoch zu einem ungleichfarbigen Läuferendspiel mit Minusbauer, in dem der gegnerische Monarch langsam aber sicher in die Stellung eindrang und den vollen Punkt einsammelte. Andre Schaffarczyk hingegen wickelte geschickt ab und hatte im Endspiel sogar die angenehmere Position; mehr als ein Remis war jedoch nicht zu holen. Der letzte verbliebene Kämpfer war Najd Mbarek, der mit viel Elan an die Sache ging. Da er seine etwa ausgeglichene Mittelspielstellung nicht Remis geben wollte, spielte er auf Gewinn und lief in einen Konter; er musste eine Qualität geben und im Endspiel die Segel streichen. Am Ende bleibt also eine völlig verdiente 5:3 Heimniederlage. Die dritte Runde sieht am 19.11. für die Schachfreunde eine Auswärtsfahrt nach Erkenschwick vor.

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