News-Übersicht

  • Neu

    Am 6. Spieltag der NRW-Klasse mussten die Schachfreunde Lieme beim abstiegsbedrohten Ratinger SK antreten. Der wegen Krankheit ausgefallene Holger Stork wurde durch Najd Mbarek ersetzt . Der Liemer Ersatzspieler war es auch, der die Liemer früh in Führung brachte. Nachdem sich beide Seiten in Stellung gebracht hatten, nutzte Najd Mbarak einen Einsteller seines Gegners und konnte dessen unmittelbare Aufgabe entgegennehmen. Daran anknüpfen konnte Andy Himpenmacher am dritten Brett, dessen Gegner die Skandinavische Verteidigung auf das Brett brachte. Bewaffnet mit den unangenehmsten Erwiderungen, die die Eröffnungstheorie zu bieten hat, gelang dem Liemer ein souveräner und schön herausgespielter Sieg. Federn lassen musste dieses Mal der Matchwinner der letzten beiden Kämpfe Arnold Essing. Gegen die ungewöhnliche Spielweise des Ratingers fand er nicht die richtigen Pläne und geriet bald in eine passive Stellung, aus der ihn sein Gegner nicht mehr entweichen ließ. Oliver Schulte (Brett 6) sah sich im Mittelspiel mit einem Figurenopfer konfrontiert. Die verbleibenden Figuren und der Freibauer blieben jedoch, auch dank geschickter Verteidigung, die Kompensation schuldig, sodass Lieme die Führung auf 3-1 ausbauen konnte. Eine ebenso überzeugende Vorstellung bot Nils Stukenbrok an Brett 7. War die Stellung in der Eröffnung durchaus zweischneidig, so konnte er bald die Oberhand gewinnen, gewann zwei Bauern und führte diesen Vorteil im Turmendspiel gekonnt zum Sieg. René Wittke hatte dieses Mal nicht den allerbesten Tag erwischt. Er schätzte die Stellung mehrmals falsch ein und geriet schnell in Nachteil. Im entstehenden Endspiel fand jedoch auch sein Gegenüber nicht die beste Fortsetzung und so einigte man sich bald auf Remis. Kapitän André Schaffarczyk kämpfte gegen die Katalanische Eröffnung, fand dabei die richtigen Felder für seine Figuren und nutzte einen Einschlag zum Materialgewinn, den er über die Zeitkontrolle brachte und damit den Sieg einfuhr. Nun blieb es an Tristan Niermann, den Schlusspunkt zu setzen. Sein Gegner opferte in der Eröffnung einen Bauern, fand aber auf Grund von Tristan Niermanns wohlüberlegtem Spiel keine Gegenchancen. Auch weiteres Materialopfer brachte ihn nicht in Schwierigkeiten, und so wurde auch diese Partie zu unseren Gunsten entschieden. Endstand also ein in dieser Höhe vielleicht nicht ganz verdienter 6,5:1,5 Sieg. Damit liegen die Schachfreunde auch weiterhin verlustpunktfrei mit 12:0 Punkten an der Spitze der Tabelle, drei Punkten vor den ärgsten Verfolgern. Bei noch drei anstehenden Spieltagen ist auch ein Aufstieg somit nicht unmöglich. Am 5. März geht es im Gemeindehaus weiter gegen Bochum.
  • Am 24.03.2017 um 19 Uhr ist es wieder soweit .Die alljährige Jahresversammlung des Kultur und Sportring Lieme e.V. steht wieder an .
    Tagesordnung:
    Top1: Begrüßung
    Top2: Bericht des 1. Vorsitzenden
    Top3: Bericht des Kassierers
    Top4: Bericht des Kassenprüfers
    Top5: Entlastung des gesamten Vorstandes
    Top6: Wahl der Kassenprüfer
    Top7: Nochmals zum Dorffest 2017( Mit Beteiligung der Familie Spieß )
    Top8: Dorffest 2018
    Top9: Pflege und Kontrolle der 6 Werbetafeln und des Stromkasten auf der Wiese
    Top10: Verschiedenes

    Die Organisatoren würden sich über ein zahlreiches Erscheinen der jeweiligen Delegierten freuen.


    Für das leibliche Wohl wird natürlich gesorgt.

  • Am dritten Advent und vierten Spieltag der NRW-Klasse führte es die Schachfreunde Lieme in die Zeche Helene zum Auswärtsspiel gegen Katernberg. Ganz entgegen der vorweihnachtlichen Stimmung wurde sich an den Brettern aber nichts geschenkt. Holger Stork lieferte sich mit seinem Gegner ein kurzes Abtasten im Dameninder, das ausgangs der Eröffnung mit einer Zugwiederholung endete. Kapitän Andre Schaffarczyk bekam schnell eine undurchsichtige und objektiv schlechtere Stellung aufs Brett, nutzte aber in der entstehenden Abwicklung die Ungenauigkeiten seines Gegenübers und hätte fast noch gewonnen. Auch hier endete die Partie in einer Zugwiederholung. Die ersten Gewinnpartien gab es danach zu sehen: Nils Stukenbrok konnte seinen Anzugsvorteil nicht behaupten und veropferte sich alsbald, sodass er aus dem Schlagabtausch mit Minusbauern hervorging. Mit Zuversicht auf seine Freibauern opferte sein Gegner eine Qualität und sodann eine ganze Figur mit der Aussicht auf Umwandlung. Nils konterte diesen Einschlag jedoch und blieb mit einer Gewinnstellung zurück. Oliver Schulte war am Nebenbrett in der Eröffnung ein Fingerfehler unterlaufen, der ihn einen Zentrumsbauern kostete. Er versuchte durch einen Bauernsturm am Königsflügel diesen Nachteil wettzumachen, dieser versandete jedoch und Oliver musste sich der gegnerischen Brettkontrolle geschlagen geben. Zwischenstand 2:2. René Wittke hatte sich in der Eröffnung nicht mit Ruhm bekleckert und verlor zwei Bauern. Auf der verzweifelten Suche nach Gegenspiel verkomplizierte er die Stellung und kam mit einem blauen Auge davon: sein Gegner wickelte ungenau ab und René rettete sich in ein remises Turmendspiel. Auch am Brett von Tristan Niermann flogen die Fetzen: Nach der Eröffnung drang er mit Turm und Läuferpaar auf dem schwarzen Damenflügel ein, gewann einen Bauern und in einem Endspiel mit Leichtfigur und Bauer gegen drei Bauern dann auch die Partie. Der für den erkrankten Andy Himpenmacher kurzfristig eingesprungene Jörg Bundesmann zeigte eine überzeugende Eröffnungsvorstellung; ihm unterlief jedoch dann eine Ungenauigkeit, in dessen Folge er den lauernden Figuren des Gegners Tür und Tor öffnen musste. Resultat waren erst einer, dann zwei Minusbauern und letztendlich der Partieverlust. Also ging es nun am Spitzenbrett um alles oder nichts. Arnold Essing bekam nach der Eröffnung ein Zentrumsübergewicht, dass ihm eine Mehrqualität einbrachte. Im entstehenden Endspiel mit Turm gegen Läufer und Freibauer zeigte er seine gute Endspieltechnik und manövrierte seinen Monarchen zum Bauerngewinn und damit zum Sieg. Mit diesem unerhofften 4,5:3,5-Sieg überwintern die Liemer mit 8:0 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Im Januar kommt es dann im Liemer Gemeindehaus zum Spitzenspiel gegen Tabellenführer Münster.
  • In der vierten Runde der Schach-Regionalliga war die zweite Mannschaft der Schachfreunde Lieme zu Gast beim Aufsteiger SG Lippe-Süd. Gespielt wurde das Lipperderby im wunderschönen Rittersaal der Burg Horn. Dieses Mitte des 11. Jahrhundert fertig gestellte Gebäude bot natürlich dem königlich-ritterlichen Spiel einen hervorragenden Rahmen. Die Gastgeber traten in Bestbesetzung an, Lieme musste mit Stephan Hohn einen starken Spieler ersetzen. Ohne langes Federlesen wurde in einer ausgeglichenen Stellung am 8. Brett zwischen Frank Rekemeier und Nils Langenhop (Li) nach 28 Zügen die Streitaxt begraben. Najd Mbarek (Li) musste sich am 2. Brett mit Dietmar Schilling auseinandersetzen. Mbarek versuchte mit druckvollem Spiel ständig die Initiative zu behalten. Schließlich wurde Schillings König von Turm und Springer zu Strecke gebracht. Zunächst sah es am Spitzenbrett von Jörg Bundesmann (Li) und Norbert Kalwa nach einem zweischneidigen Kampf aus. Kalwa bot ein Bauernopfer an, Bundesmann hatte daran kein Interesse, stabilisierte die aufgeriebene Bauernfront und widmete sich dann dem Königsangriff. Die Übermacht der Streitkräfte - Dame, Läufer, Turm und Bauer - führte zum Sieg. Manfred Söltl und Udo Hötger (Li) versuchten vorsichtig die Klingen zu kreuzen, die taktischen Auseinandersetzungen vermieden aber beide. Nach einem friedlichen Remis führte Lieme mit 3:1. Brettpunkten. In der Auseinandersetzung am 4.Brett zwischen Thomas Schäl und Joachim Stork (Li) führte die Eröffnung zu einem taktischen Lavieren auf unterschiedlichen Fronten. Nachdem Stork den Damenflügel und dann auch das Zentrum festgelegt hatte, griff er mit offenem Visier auf dem Königsflügel an. Schäl tat es einem Raubritter gleich und erbeutete eine ihm angebotene Figur. In der Folge schien der Angriff von Stork nicht mehr erfolgversprechend zu sein. Nach einer Ungenauigkeit von Schäl wurden dann aber ein Läufer und der König gleichzeitig angegriffen. Nach dem Figurenverlust war auch diese Partie zugunsten von Lieme entschieden. In der Folge wurde die Partie am Brett 3 von Axel Friedrichsmeier und Lars Langenhop (Li) beendet. Langenhop wählte eine auf Ausgleich angelegte Variante der französischen Eröffnung. Nach einem eher defensiven Stellungsaufbau geriet Weißdann unter Druck, verlor den ersten, dann einen zweiten Bauern und schlussendlich auch die Partie. Herbert Wangert und Marvin Karsunke (Li) beendeten an Brett 7 nach mehr als vier Stunden die vorletzte Partie mit einem Unentschieden. So friedlich das Ergebnis auch klingen mag, ein Remisangebot wurde von Karsunke ausgeschlagen, Wangert wusste sich aber gegen die gestellten Herausforderungen zu wappnen. In der letzten offenen Partien am 5. Brett saßen sich Alexander Egel und Andreas Hoffmann (Li) noch nach fast sechs Stunden gegenüber. Hoffmann führte die weißen Steine, behielt immer die Initiative und opferte für den Angriff auch eine Qualität. Zwischenzeitlich schien für Egel ein Remis in Aussicht zu stehen. Hoffmann brachte seinen König aber geschickt nach vorne um einem Freibauern die notwendige Unterstützung zu geben. Nach diesem Sieg war der 5,5 : 2,5 Mannschaftserfolg der Liemer perfekt und steht nun zum Jahreswechsel auf dem 7. Tabellenplatz. Lippe Süd hat leider auf Rang 10 die rote Laterne inne.
  • Am vergangenen Sonntag empfingen die Schachfreunde Lieme die Schachfreunde Neuenkirchen zum 3. Spieltag der NRW-Klasse. Aufgrund des Volkstrauertages wurden erst ab 13 Uhr die Messer gewetzt und Säbel geschwungen. Das erste Duell verlief jedoch denkbar harmlos: Am achten Brett trennte sich Nils Stukenbrok nach kurzem Fechtkampf im Katalanen unentschieden. In die nächste Runde ging es dann am zweiten Brett, wo René Wittke mit offenem Visier seinen Gegner zum Kampf aufforderte. Nach sehenswerten Scharmützeln zogen sich bald beide friedlich hinter die Startlinie zurück. Dann war es für Tristan Niermann an der Zeit, Messerstiche zu setzen. Er verleitete seinen Gegner früh zu einem Figurenopfer, parierte allen weiteren Angriffe und fuhr dann die Ernte ein. Oliver Schulte hatte sich unterdessen den Attacken der gegnerischen Figuren erwehren müssen; vor allem das Springerpaar bereitete ihm Kopfzerbrechen. Er gab sich jedoch keine Blöße und nach einer dreifachen Stellungswiederholung stand es pari. Am Spitzenbrett agierte Arnold Essing diesmal in der Holländischen Verteidigung; bald wurden jedoch Zentrum und Damenflügel dicht gemacht und im Anschluss die Friedenspfeife geraucht. Die letzten drei Partien waren dann an Spannung kaum zu überbieten, über lange Zeit war das Endergebnis keinesfalls absehbar. Andy Himpenmacher sah sich einem Bauernsturm am Königsflügel gegenüber, versuchte jedoch mit seiner Dame im gegnerischen Lager ein Dauerschach zu erbeuten; Andre Schaffarczyk hatte in einer ausgeglichenen Stellung in Zeitnot einen Bauern verloren und kämpfte um ein Remis; Holger Stork versuchte unterdessen mit einem Mehrbauern, einen ganzen Punkt herauszuspielen. Eine Vorentscheidung fiel, als Andys Gegner mit seinen Bauern durchbrach, jedoch in falscher Vorahnung eines Dauerschachs Remis anbot. Andre gelang mit seinem Leichtfigurenpaar eine schöne Riposte, mit der er zwei Bauern gewinnen und bald das Remis unter Dach und Fach bringen konnte. Auch Holger Stork gelang es, den Finten seines Gegners auszuweichen und im Damenendspiel sicherte er mit einem Dauerschach den Mannschaftssieg. Insgesamt ein mehr als schmeichelhaftes Ergebnis, das jedoch mit tollen Manövern und spannenden Partien aufwarten konnte. Weiter geht es in vier Wochen in Katernberg.
  • In der dritten Runde der Schach-Regionalliga traf die zweite Mannschaft der Schachfreunde Lieme auf die erste Garnitur der Königsspringer Lemgo. Das mit Spannung erwartete Lokalderby verlief zunächst völlig ausgeglichen. Noch vor der ersten Zeitkontrolle wendete sich das Blatt zu Gunsten der Lemgoer. Zu dieser Zeit einigten sich an Brett 3 Lars Langenhop (Li) und Mathias Tuschinske sowie an Brett 5 Stephan Hohn (Li) und Leander Jakubek auf ein friedliches Remis.

    (Oliver Pajewski (vorne links) und Joachim Stork lieferten sich eine spannende Partie. Im Hintergrund Leander Jakubek gegen Stephan Hohn)

    Udo Hötger (Li) fand kurz vor der Zeitkontrolle gegen Detlef Brechelt, in einer auf Konter angelegten Partie, nicht die richtige Fortsetzung und verlor. Andreas Hoffmann (Li) ereilte am 6. Brett gegen Karl-Heinz Kirchner das gleiche Schicksal, nachdem er seinen König zu spät in Sicherheit brachte und in Folge dessen zunächst zwei Bauern und die Partie verlor. Jörg Bundesmann (Li), der sich am Spitzenbrett gegen Konstantin Rapatinski eine vielversprechende Ausgangslage erarbeite hatte, fand in einer schwer zu berechnenden Stellung unter den vielen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nicht den richtigen Weg. Am Königsflügel konnte sein Gegner zunächst einen gefährlichen Angriff einleiten und damit den Sieg erzwingen. Die verbleibenden drei Partien dauerten dann fast sechs Stunden. Najd Mbarek (Li) musste sich mit dem sehr starken Karl-Ernst Blübaum am 2. Brett auseinandersetzen. Diese Partie blieb zu jeder Zeit spannend. Najd Mbarek hatte einen Bauern weniger, zeigte aber seine Klasse und einigte sich mit Blübaum nach 73 Zügen auf Remis. Marvin Karsunke (Li) hatte an Brett 8 immer eine sehr solide Position gegen Axel Bürger. Nachdem der Mannschaftskampf zugunsten von Königsspringer zu kippen drohte, spielte Marvin weniger auf Sicherheit, gewann zwei Bauern und die Partie. Die Partie von Joachim Stork (Li) und Oliver Pajewski (Brett 4) verlief lange ausgeglichen. Dann jedoch geriet Oliver Pajewski in Vorteil, spielte jedoch nicht konsequent genug weiter. Joachim Stork ergriff seine Chance und drohte dem mitten auf dem Feld befindlichen König mit Matt und führte nach Materialgewinn die Partie zum Sieg. Lieme befindet sich nach dieser Niederlage auf dem drittletzten Platz. Königsspringer Lemgo hat mit dem Sieg den sechsten Tabellenplatz inne.

    (An Brett 3 einigten sich im Vordergrund Lars Langenhop und Mathias Tuschinske auf Remis. Dahinter die Bretter 2 und 1.)

    Schachfreunde Lieme e.V.
    Joachim Stork
    Pressebeauftragter II.Mannschaft
  • Am zweiten Spieltag mussten die Schachfreunde Lieme zum NRW-Klasse-Auswärtskampf beim PSV Duisburg antreten. In angenehmem Ambiente wurde nach Vorbild des nebenan stattfindenden American Football Matches an allen acht Brettern Vollkontaktschach gezeigt. Wie auch schon im ersten Kampf brachte Tristan Niermann die Liemer in Führung, indem er in der Gambitvariante des Zweispringerspiels mit seinem gesamten Figurenkasten den in der Mitte verbliebenen weißen Monarchen übertölpelte. Im Anschluss wurde die Führung mit einigen Remis gefestigt: Am ersten Brett verbuchte Arnold Essing nach friedlicher Eröffnung und Damentausch ebenso einen halben Punkt wie Oliver Schulte, dessen Gegner konsequent auf Remis spielte und dies in einem ungleichfarbigen Läuferendspiel auch mit Minusbauer ohne größere Probleme halten konnte. Holger Stork sah sich in durchaus hoffnungsvoller Stellung mit einem plötzlichen Läuferopfer auf h3 konfrontiert, dass zu einem schnellen Dauerschach führte. Andy Himpenmacher baute am dritten Brett die Führung weiter aus: im Laufe der Spanischen Eröffnung konnte er seine Figuren aktiver postieren und gewann zuerst einen, dann alsbald einen zweiten Bauern und verwertete diesen Vorteil konsequent im Endspiel, dass er mit einem feinen Figurenopfer abschloss. René Wittke hatte sein schwarzes Zentrum früh überstrapaziert, und obwohl sein Gegner dies nicht ausnutzen konnte, geriet er in der Folge in eine passive Stellung. Es gelang ihm jedoch, sich zu verteidigen, eine Qualität zu gewinnen und diesen Vorteil im Endspiel in einen Sieg umzumünzen: Somit war der Mannschaftssieg für Lieme perfekt. Nils Stukenbrok hatte seine Nimzowitsch-Indische Verteidigung nicht genau genug behandelt und kam bald in materiellen Nachteil in Form von zwei Bauern. Das folgende Leichtfigurenendspiel hatte jedoch Seltenheitswert. Dem Liemer gelang es unter Mithilfe seines Gegners, einen Bauern zurück zu gewinnen, seine verbliebenen Figuren ideal zu platzieren und einen Freibauern zu bilden, der den scheinbar paralysierten gegnerischen Figuren den Garaus machte. Bis zum Ende kämpfte diesmal Kapitän Andre Schaffarczyk. Er hatte sich über mehrere Stunden zwei Mehrbauern erspielt, verlor unter Zeitmangel jedoch einen derselben und tauschte dann fatalerweise in ein verlorenes Endspiel ab. Dennoch bedeutet der 5,5:2,5-Sieg einen gelungenen Mannschaftskampf und mit nun 4:0 Punkten stehen die Schachfreunde auf dem zweiten Tabellenplatz. Weiter geht es im November im Liemer Gemeindehaus gegen die Schachfreunde Neuenkirchen.
  • Am zweiten Regionalligaspieltag musste Schachfreunde Lieme II zum Auswärtskampf in Herford gegen die zweite Mannschaft des SV Königsspringer antreten. Auch in dieser Runde konnte Lieme wieder nicht die beste Mannschaft aufbieten. Stephan Hohn, als eine Stütze der Mannschaft, war verhindert. Dafür konnte Nils Langenhop einspringen. Herford trat mit der erwartet starken Mannschaft an. Zunächst hatten die Liemer Spieler an den meisten Brettern leichte Vorteile herausgearbeitet. Sehr früh willigte dann der Mannschaftsführer Udo Hötger an Brett 6 gegen seinen starken Gegner in ein Remis ein. Währenddessen behielt am Spitzenbrett Jörg Bundesmann jederzeit die Übersicht und erarbeitete sich leichte Vorteile. Najd Mbarek (Brett 2) bekam zwei Leichtfiguren für einen Turm und einen Bauer, allerdings um den Preis einer äußerst komplizierten Stellung. Auch Lars Langenhop (Brett 3) hatte zunächst eine Stellung die viel erwarten ließ. In dieser Zeit war die Stellung von Joachim Stork (Brett 4) noch im Gleichgewicht. Andreas Hoffmann (Brett 5) führte seinen Turm zum Königsangriff, musste aber immer mit Angriffen auf diese Figur rechnen. Marvin Karsunke (Brett 7) und Nils Langenhop (Brett 8 ) zeigten ihre Klasse und waren bis dahin nie in Verlustgefahr. Jörg Bundesmann gab dann seine Partie Remis. Leider wendete sich danach das Blatt.

    Foto: Vereinsvorsitzender Andreas Hoffmann kombinierte sich zum Sieg

    Nils Langenhop hatte eine ausgeglichene Endspielstellung erreicht, übersah dann leider in ein Figurenopfer und konnte den Freibauern nicht mehr aufhalten. Er gab auf.
    Sein Bruder Lars verlor einen Bauern und eine Qualität und auch Najd Mbarek geriet zunehmend unter Druck. Andreas Hoffmann gewann aber einen Bauern und spielte forsch auf Gewinn weiter. Joachim Stork konnte mit dem Läuferpaar gegen zwei Springer auf einen positiven Ausgang hoffen. Zum Ende der ersten Zeitkontrolle mussten Lars und Najd die Waffen strecken. Andreas führte seinen Vorteil zum Sieg und Joachim sorgte dafür, dass sich die beiden Springer seines Gegners aus den Augen verloren, ein Figurengewinn und damit verbunden der Partiegewinn war die Folge. Nun lief nur noch eine Partie. Herford reichte ein Remis zum Sieg, Lieme musste zum Ausgleich gewinnen. Marvin Karsunke konnte sich in der völlig ausgeglichenen Stellung leider keinen Vorteil mehr erarbeiten. So siegte mit Herford mit 4,5 : 3,5. In der nächsten Auseinandersetzung spielen am 06.11.2016 die beiden Lemgoer Lokalmatadoren SF Lieme 2 gegen SV Königsspringer Lemgo 1.
  • Glücklicher Sieg zum Saisonauftakt


    Bei sonnigem Spätsommerwetter fanden sich am Sonntag die Erstvertretungen der Schachfreunde Lieme und des Bielefelder Schachklubs im Liemer Gemeindehaus ein, um den Saisonauftakt der NRW-Klasse zu bestreiten. Es sollte ein äußerst spannendes und knappes Ostwestfalen-Derby werden. Die erste Entscheidung fiel an Brett 6: Der Liemer Youngster Tristan Niermann machte seinem Gegner von Anfang an das Leben schwer, in dem er König und Springerpaar unter Beschuss nahm. Er schaffte es, in die gegnerische Stellung einzufallen, wo er jedoch auf harten Widerstand stieß. Unter sehenswertem Figurenopfer öffnete er die Königsstellung des Gegners und nahm bald darauf dessen Aufgabe entgegen. Eine anschließende Analyse zeigte jedoch ein rettendes Abspiel, dass sicher noch weitere Spannung geboten hätte. Dennoch eine sehr ansehnliche Partie von Tristan. Unterdessen sah sich René Wittke am zweiten Brett einer komplizierten Stellung gegenüber. Er schaffte es nur unter Qualitätsopfer, seine Felderschwächen zu konsolidieren, gewann dafür jedoch einen Bauern und konnte im folgenden Abspiel auch die Qualität zurück gewinnen. In der Zeitnot des Bielefelders spannte er ein Mattnetz, aus dem der gegnerische König nicht mehr entfliehen konnte. Einen weiteren Sieg feierte Andre Schaffarczyk an Brett 4: gegen die Russische Verteidigung spielend opferte er in der Eröffnung mutig einen Bauern. Sein aktives Figurenspiel machte selbigen jedoch in der Folge mehr als wett und letzten Endes entschied sein starkes Läuferpaar den Tag. Trotz dieser 3:0 Führung war der Mannschaftskampf dennoch weiter sehr eng, da die verbleibenden fünf Stellungen eher die Bielefelder favorisierten. Am achten Brett sah sich Nils Stukenbrok mit der Aufgabe konfrontiert, nach Damentausch seine restlichen Figuren zu koordinieren. Dies gelang ihm jedoch und nach weiterem Abtausch einigte man sich in einem Läuferendspiel auf Remis. Am dritten Brett kämpfte Andy Himpenmacher mit den schwarzen Steinen. Er sah sich nach einer Sizilianischen Eröffnung einem gewagten Läufereinschlag auf h7 gegenüber, gegen den er sich jedoch nicht ganz überzeugend verteidigen konnte. Er verlor alsbald einen zweiten Bauern und musste im Endspiel die Segel streichen. Somit kämpften noch die Schachfreunde Arnold Essing, Holger Stork und Oliver Schulte um weitere Brettpunkte, jedoch sah es zu diesem Zeitpunkt bei allen drei Beteiligten nicht sehr rosig aus. Die Schachgötter waren an diesem Tag den Liemern aber wohlgesonnen: Holger Stork hatte sich zunächst in der Sizilianischen Partie gut zurechtgefunden und eigene Chancen kreiert, fand sich dann aber in einem Angriff gegen seinen König wieder, den er nicht ganz korrekt parierte. In gewonnener Stellung unterlief dem Bielefelder jedoch ein Lapsus, der die Partie umgehend zu Liemer Gunsten entschied. Somit stand es 4,5:1,5 und der Liemer Sieg war perfekt; dennoch wollten sich die verbleibenden beiden Schachfreunde nicht geschlagen geben. Oliver Schulte hatte jedoch früh mit den besseren Eröffnungskenntnissen seines Gegners zu kämpfen gehabt. In die Defensive gedrängt versuchte er erfolglos, Gegenspiel zu initiieren und fand sich bald in einem passiven Turmendspiel wieder, dass er leider nicht mehr ausgeglichen gestalten konnte. Die längste Partie des Tages wurde am Spitzenbrett gefochten. Dort galt es für Arnold Essing zunächst, Widerstand zu leisten, ehe er mit einer Qualität weniger versuchen konnte, seine Freibauern zum Vormarsch zu bewegen. Nach zäher Verteidigung und komplizierter Abwicklung schaffte er es in ein Damenendspiel mit zwei Minusbauern. Der gegnerische König wählte zudem die Flucht nach vorn und entschied im Zusammenspiel mit dem starken Freibauern den Tag. Somit hieß es 4,5:3,5 für Lieme, das bedeutet zwei wichtige Punkte in der noch langen Saison. Weiter geht es für die Schachfreunde am 23. Oktober in Duisburg.
  • Benutzer online 1

    1 Besucher - Rekord: 2 Benutzer ()

  • Statistik

    16 News in 5 Kategorien (0.07 News pro Tag) - 1 Kommentar